Lost in Spes

Freitag, 28. September 2018, 19.30 Uhr
Lost in Spes
Mittelalterliche Hoffnungsgesänge entlang des Jakobweges

L o s t i n S P E S .... H o f f n u n g s l i e d e r
Ein- und mehrstimmige Gesänge aus dem Notre Dame-Repertoire

„Und wenn ich wüßte, daß morgen die Welt unterginge, so würde ich heute
noch ein Apfelbäumchen pflanzen ....“ – diese Worte werden Martin Luther
zugeschrieben; ob zu recht oder zu unrecht, bleibt dahingestellt.
Auf jeden Fall wird hierin die Unerschütterlichkeit der christlichen
Hoffnung zum Ausdruck gebracht: Mag geschehen was will – ich bleibe
gelassen und setze auf Gott und auf den Sieg seiner Sache!

Die Hoffnung der Christen ruht nicht nur darauf, dass die jenseitige Welt
eine bessere als die diesseitige sein möge; sie geht auch dahin, dass uns
allen die Kraft gegen wird, hier und jetzt die Dinge zum Besseren zu wenden
und bei allem die Zuversicht nicht zu verlieren – mag es um uns herum auch
noch so dunkel und verwirrend sein!
Gibt es ein aktuelleres Thema?

Im Konzert erklingen ein- und mehrstimmige Gesänge aus dem
mittelalterlichen Repertoire der Schule von Notre Dame in Paris und
Pilgergesänge (z.B. aus dem „Codex Calixtinus“/Santiago de Compostela)
sowie gregorianische Gesänge und Instrumentalmusik.
Im Mittelpunkt steht die Hoffnung („spes“) – seien es die Vorbilder des
Hoffens (wie Maria), sei es das Hoffnungszeichen der Christen schlechthin:
das Kreuz ...

Hoffnung, die man erfüllt sieht, IST keine Hoffnung, sagt Paulus im
Römerbrief. Wenn suchende und hoffende Menschen zu allen Zeiten die Augen
in die Ferne gerichtet haben, so war ihr Wunsch, nicht verloren zu gehen in
der Weite des Raumes und der Zeit, nicht unterzugehen in den wirren
Zeitläuften der Geschichte – wie lang der Pilgerweg des Lebens dauern und
wohin er auch führen mag ...


Vox Werdensis:
Fabian Strotmann
Gabriel Craxton
Stefan Kaminski
Jan Hendrik Grosch
Nikolaos Konstantelias
Robin Liebwerth
Niklas Hellwig
 
Riccardo Delfino – Drehleier, Harfe
Dominik Schneider – Flöte, Quinterne
 
Stefan Klöckner – Leitung

© Evangelische Kirchengemeinde Stiepel 2007