CD "HEAVEN & EARTH"

ab 15. Juli zum Preis von 18,- EUR (zzgl. 1,45 EUR Porto) erhältlich bei allen Konzerten, der "Offenen Kirche" und im Gemeindebüro

 

Dorothee Mields, Sopran
Sigrun Stephan, Cembalo
Andreas Nachtsheim, Laute
Michael Goede, Orgel

Eine Reise durch das Europa längst vergangener Tage

Jahrhunderte sind vergangen, seit kunstbegeisterte Fürsten und Monarchen sich mit berühmten Musikern und Künstlern schmückten. Neben diesen weltlichen Mäzenen war die Kirche maßgeblicher Förderer der bildenden Künste und der Musik. In dieser Zeit, zu der die Vokalpolyphonie der alten Meister durch das neue monodische Prinzip (die Melodie betonend) abgelöst wurde, entstanden zahlreiche neuartige Kompositionen, die sich durch die weitreichende Vernetzung und Geschäftstüchtigkeit manch eines Komponisten schnell über ganz Europa verbreiteten. Ein vergleichsweise fortschrittliches Europa, welches kurze Zeit später den verheerenden Auswirkungen des 30-jährigen Krieges ausgesetzt war, der die kulturelle Entwicklung in weiten Teilen zum Erliegen brachte.

Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Reise durch das Europa längst vergangener Tage und folgen Sie der vorliegenden Einspielung durch verschiedene Länder ins Zeitalter der musikalischen Hochkultur zwischen Spätrenaissance und Frühbarock.

Aus England kommend hört man die Erde brodeln und den Himmel glitzern, irritierend Modernes, einen in deutschen Landen als Kirchenlied bekannten Tanz und mit Dowlands Flow, my tears den ersten europäischen Hit, der sich rasend schnell über den ganzen Kontinent ausbreitete. Aus Norddeutschland ist von den Komponisten Scheidemann und Schildt erstaunlich Liebliches zu hören. Kerniges und Weltliches begegnet einem in den Werken aus dem Gebiet des heutigen Belgiens, aus den Niederlanden kommt vollendete Organistenkunst. Erhabenes, teilweise Archaisches wurde in Spanien komponiert. Spektakuläres schufen die Italiener: Im 150. Psalm von Monteverdi klingt ein ganzes Orchester mit Posaunen, Psalter und Citara, Pauken und Zimbeln. Rossi überschreitet in seiner Toccata die Grenzen der Tonalität auf fantastische Weise. In Süddeutschland entstand Nachdenkliches und Meditatives für Gottesdienst und häusliche Andacht. Die musikalische Reise endet lobpreisend mit Psalm 34 des in Mitteldeutschland beheimateten Heinrich Schütz.

 

ENGLAND
Fre. (Francis Tregian der Ältere ?, 1548 – 1608)
1             Heaven and Earth
Thomas Preston ? (ca. 1500 – 1563/64)
2             Upon La Mi Re
William Byrd (1543 – 1623)
3             The Queens Alman
John Dowland (1563 – 1626)
4             Flow, my tears
             

NORDDEUTSCHLAND
Heinrich Scheidemann ? (1595 – 1663)
5             Pavana Lachrymae        
Anonymus
6             HErtzlich lieb hab ich dich O Herr
Melchior Schildt (1592/93 – 1667)
7             Hertzlich lieb hab ich dich O. mein Herr
Antonio Scandello (1517 – 1580)
8             Lobet den Herren, denn er ist sehr...
Heinrich Scheidemann (1595 – 1663)
9             Lobet den Herren, denn er ist sehr...
Anonymus 
10           Veni creator spiritus


BELGIEN und NIEDERLANDE
Anonymus
11          Praeludium 1:mi toni vol spel in d
12          Trompet in d
13          Cornet in d
Peeter Cornet ? (1575 – 1628)
14          Den Lustelyiken may)
Anonymus
15          Fantasie in d
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 – 1621)
1619   Allein Gott in der Höh sei Ehr

SPANIEN
Nicolas Gombert (1495 – 1560)
20          Dezilde al cavallero que non se quexe
Antonio de Cabezon (1510 – 1566)
21          Diferencias sobre El Canto llano...
Francisco Peraza (1564 – 1598)
22
          Tiento de medio registro alto, 1°. Tono

ITALIEN
Claudio Monteverdi (1567 – 1643)
23          Laudate Dominum in Sanctis eius  

Michelangelo Rossi (um 1602 – 1656)
24          Toccata settima  

SÜDDEUTSCHLAND
Johann Staden (1581 – 1634)
25          Was ist doch unser Lebenszeit
Johann Jakob Froberger (1616 – 1667)
26          Toccata da Sonarsi alla Leuatione
               

MITTELDEUTSCHLAND
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
27          Ich will den Herren loben allezeit
                 

Aufnahme: Juli 2015, Stiepeler Dorfkirche
Gesamtspielzeit: 76'30''
Aufnahme und Schnitt: Uwe Walter, Dipl.-Tonmeister VDT

© Evangelische Kirchengemeinde Stiepel 2007