Ausstattung

Wand- und Deckenmalereien

Die aus dem 12. bis 16. Jahrhundert original erhaltenen Wandmalereien geben der Kirche die Bedeutung eines überregionalen Kulturdenkmals.

Aus romanischer Zeit stammt die Darstellung des Bethlehemitischen Kindermordes in der nördlichen Seitenapsis und die daran anschließende Flucht nach Ägypten, außerdem der richtende Christus mit den Brüdern Kain (mit Ährengabe) und Abel (mit Lamm). Die reichen Dekorationsmalereien - Marmorierungen, Ornamentbänder und Teppiche - in den romanischen Gewölben finden Entsprechungen in anderen Kirchen Westfalens, sind in dieser Fülle jedoch einmalig.

Spätgotischer Herkunft ist die vierteilige Paradiesszene an der Nordwand und die Malereien im Chorraum mit der großflächigen Darstellung des Drachenkampfes aus der Georgslegende.

Innenausstattung

Gegenüber der Vielfalt der Malereien ist die Innenausstattung eher karg. Auffällig sind mit dem Blick vom Haupteingang zwei steinerne Reliefs: Am Nordpfeiler ein Löwe, am Südpfeiler ein Drache, Symbole für den Kampf zwischen Christus und Satan. Das spätgotische Sakramentshäuschen im Chorraum kam mit dessen Neugestaltung Ende des 15. Jahrhunderts in die Kirche. Auch der Taufstein in der südlichen Nebenapsis ist aus spätgotischer Zeit. Altar und Kanzel wurden im Zuge der Renovierung des Innenraums 2002 neu gestaltet. Die neue Orgel wurde 2004 eingebaut.

 

 

 

© Evangelische Kirchengemeinde Stiepel 2007